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Fünftelregelung und Arbeitslosengeld I

Wenn Arbeitslosengeld I und Abfindung zusammenfallen

Erhalten Arbeitnehmer innnerhalb eines Kalenderjahres eine Abfindung und zudem Arbeitslosengeld I oder andere Lohnersatzleistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, ist die Berechnung der Steuer nach der Fünftelregelung im Einkommensteuergesetz nicht eindeutig geregelt (siehe auch zur Fünftelregelung EStG § 34).

Einige Finanzgerichte haben zugunsten der Steuerzahler entschieden, dass nur ein Fünftel der Lohnersatzleistungen in die Berechnung einbezogen werden müsse.

Dieser Auslegung folgt der Bundesfinanzhof nicht. In zwei Urteilen wurde jeweils die die Steuerberechnung des Finanzamts bestätigt und die Lohnersatzleistung (Arbeitslosengeld I) ungekürzt dem normalen zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet.

Quelle: BFH, Urteil vom 22.9.2009, Az. IX R 93/07; BFH, Urteil vom 1.4.2009, Az. IX R 87/07.

Wenn Sie eine fachliche Auskunft benötigen, wie bei Zusammenfallen von Arbeitslosengeld I und Abfindung in Ihrem Fall die Fünftelregelung anzuwenden ist, nutzen Sie am besten das Formular Optimierungsbeispiel und ergänzen es mit Ihrer Frage.

Thomas Schulze
 

Ich helfe allen, denen eine Kündigung droht, ihre Möglichkeiten für eine (höhere) Abfindung nach Steuern besser und leichter zu nutzen, auch wenn solche Gestaltungsmöglichkeiten seit Jahren immer mehr eingeschränkt wurden.

  • Michael sagt:

    Bekommt man alg2 wenn alg1 gesperrt ist. Wenn man zwei Monate gearbeitet hat. Und ein Monat alg2 bezogen hat. Und alg2 für den einen Monat von der abfindung zurück bezahlt hat? Die abfindung von 4000 Euro ist in dem zweiten Monat ausgegeben in dem ich gearbeitet habe?

  • Ellen sagt:

    Hallo ich habe im September mit meinem letzten Lohn meine Abfindung von 40 000 Euro bekommen, habe einen Antrag auf Arbeitslosengeld beantragt – steht mir dieses zu?

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